Prüfregel Steckbriefe: Straßenquerungen

Bei der Planung neuer Kabeltrassen lassen sich Straßenquerungen häufig nur schwer vermeiden. Jede Querung verursacht zusätzlichen Kosten- und Zeitaufwand. Daher gilt: Wenn Querungen vermeidbar sind, werden auch längere Trassen in Kauf genommen.

Zweck der Prüfregel:
Die Prüfregel Straßenquerungen dient der Optimierung der Planung und der Reduzierung von Baustellenlasten in der operativen Umsetzung. Bestehende querende Leerrohre können genutzt werden, um geplante Querungen zu vermeiden. Das spart Kosten, reduziert Baustellen und erleichtert Genehmigungen.

Prüfkriterien:
Für die Prüfung werden folgende Informationen benötigt:

  1. Geplanter Trassenverlauf (XTrasse)
  2. Straßenverlauf (Kartendaten, ALKIS, Kataster)
  3. Bestandsleitungen (IFC)

Ein Verschnitt zwischen Trassen- und Straßenverlauf weist auf eine geplante Querung hin. Liegen Bestandsleitungen in der Nähe, kann geprüft werden, ob Querungen vermeidbar sind.

Umsetzung:

  1. Sweep-Profil entlang der Trasse erstellen, um Kollisionen ober- und unterhalb zu erkennen
  2. Verschneidung mit Straßenlinien zur Identifikation der Kontaktpunkte
  3. Markierung der Querungsbereiche
  4. Analyse bestehender Leitungen und Bewertung möglicher Alternativen

 

Ergebnis:
Die geplanten Querungen (gelb) werden den bestehenden Querungen (blau) gegenübergestellt. So entsteht eine transparente Visualisierung, die Planungsentscheidungen erleichtert und Optimierungspotenziale aufzeigt.